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Sonntag, 20:50 Uhr
Entfernung vom Hotel: 6,7 km

Olympiastadion Berlin

Als Berlin 1931 zum Austragungsort der Olympischen Spiele 1936 bestimmt wurde, erhielt Werner March den Auftrag, das Deutsche Stadion umzugestalten. Doch die Nationalsozialisten erkannten den unschätzbaren Prestigewert dieser Spiele und veranlaßten die Neuplanung eines "Reichssportfeldes", wofür Werner March auf alte Konzeptionen zurückgriff.

So entstand bis 1936 die streng symmetrische Anlage mit dem Olympischen Platz, dem 12 Meter unter Bodenniveau versenkten Olympiastadion für 110 000 Zuschauer, dem Maifeld, einem Aufmarschgelände für 500.000 Menschen, dessen Tribüne mit der Langemarck-Halle vom 78 Meter hohen Olympischen Turm überragt wird, und schließlich der heutigen Waldbühne für 25 000 Zuschauer. Hinzu kamen ein Hockey-, ein Reit- und ein Schwimmstadion sowie die ausgedehnten Anlagen des Deutschen Sportforums, deren nahtlose Einbeziehung in den olympischen Gesamtkomplex die Kontinuität einer monumentalisierenden Architektur von den 20er Jahren bis in die NS-Zeit deutlich macht.

Nach dem Krieg wurde das Areal teils öffentlich, teils von den britischen Besatzungstruppen genutzt. Den Wiederaufbau des Glockenturms leitete 1960-62 erneut Werner March. Das Gesamtkunstwerk Reichssportfeld funktionierte durch die Verbindung von Bauwerk und Natur, von Kulisse und Inszenierung (siehe Leni Riefenstahls Olympiafilme), aber auch durch das Zusammenspiel von Architektur und Skulpturen, wie es integraler Bestandteil der NS-Kulturpolitik war und noch heute in einzigartiger Weise hier zu beobachten ist.

Als sich Berlin für die Olympischen Spiele 2000 bewarb, begannen auch die Überlegungen bezüglich des Olympia Stadions. Das Stadion befand sich im baufälligen Zustand und war im Hinblick auf die Technik schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand. Man entschied sich für eine Komplettsanierung in starker Anlehnung an das ursprüngliche Erscheinungsbild und begann im Juli 2000 mit dem Umbau.

Nach rund vierjähriger Umbauzeit wurde das Stadion im Jahre 2004 mit neuem, rundlaufendem Dach wiedereröffnet. Nach seiner Fertigstellung bietet die Arena Sitzplätze für ca. 75.000 Zuschauer und viele technischen Erneuerungen, von der Beleuchtung bis hin zum Einbau von zwei gigantischen Großbild-Videodisplays.

Ebenfalls neu ist, dass auf dem Vorplatz des Stadions ein zentraler Ort der Information zu der Geschichte des Stadions und des Areals entstanden ist, an dem die Stadiongeschichte an einer 18 Meter hohen Leuchtstele in Form von stilisierten Bildern und Videobeiträgen dargestellt wird. Desweiteren sind 25 Informationspunkte entstanden die man auf dem Olympiagelände entdecken kann. Seit August 2004 informiert ein eigenes Stadionmuseum über die ereignisreiche Geschichte des Stadions und über den Fußballclub Hertha BSC.