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Sonntag, 20:50 Uhr
Entfernung vom Hotel: 4,2 km

Madame Tussauds

Im Juli eröffnet Madame Tussauds am historischen Standort Unter den Linden 74, nur wenige Meter entfernt vom Brandenburger Tor. Wie die sieben Schwesterattraktionen wird auch Madame Tussauds Berlin einen Mix aus Interaktivität, Bezug zur Region und Geschichte zum Anfassen bieten. Außerdem wird es einen „Hinter den Kulissen“-Bereich geben, in der gezeigt wird, wie aufwendig es ist, eine Wachsfigur zu formen – von privaten Treffen mit Prominenten zur genauen Körperabmessung, dem so genannten „Sitting“, bis hin zum finalen Garderoben-Check.

Die Wurzeln von Madame Tussauds reichen zurück bis ins Jahr 1770. In Paris lernte Marie Tussaud unter Anleitung ihres Mentors und Onkels, Dr. Philippe Curtius, Wachsbildnisse zu erstellen. Im Alter von 17 Jahren wurde sie Privatlehrerin der Schwester von König Ludwig XVI am Palast von Versailles. Während der französischen Revolution wurde Marie Tussaud gezwungen, die Totenmasken prominenter Guillotine-Opfer für das Revolutionsmuseum anzufertigen. Nachdem Maries Onkel 1794 starb, erbte sie seine Wachsfigurensammlung, mit der sie 1802 nach London zog. Mit ihrer Wanderausstellung tourte sie mehrere Jahre durch Großbritannien und Irland. Zu dieser Zeit wurden Nachrichten noch durch Mund zu Mund Propaganda verbreitet. So wurde die Ausstellung von Madame Tussaud zu einer Art reisende Zeitung, die Jedermann mit Bildern des aktuellen Weltgeschehens belieferte und sie von Angesicht zu Angesicht auf die Menschen hinter den Schlagzeilen treffen ließ. 1835 wurde Madame Tussauds’ Ausstellung fest in London installiert und ist seit 1884 in der Marylebone Road zu finden.

Im 20. Jahrhundert begann sich die Rolle von Madame Tussauds zu wandeln. Durch die immer größer werdende Medienlandschaft, waren Informationen zu aktuellen Ereignissen schneller und einfacher verfügbar. Die Attraktion veränderte sich allmählich von einer Informationsquelle über aktuelle Ereignisse hin zur Darstellung von Berühmtheiten. In der Vergangenheit trotzte die Attraktion außerdem dem großen Brand von 1925, dem Erdbeben von 1931 und der Bombardierung im zweiten Weltkrieg.

Bis heute wächst Madame Tussauds stetig und verknüpft seine Tradition und Geschichte mit dem Glanz internationaler Stars des 21. Jahrhunderts. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über acht Standorte weltweit, darunter London, New York, Las Vegas, Shanghai, Washington DC, Hong Kong und Amsterdam. Madame Tussauds erweitert seine Attraktionen kontinuierlich um Wachsfiguren von derzeit angesagten Prominenten oder wichtigen Personen des Zeitgeschehens. Außerdem warten virtuelle Herausforderungen und Mitmachelemente auf die Besucher. In Berlin können sie zum Beispiel Seite an Seite mit der Kanzlerin Angela Merkel eine Rede an die Nation halten, ihren IQ mit dem von Albert Einstein messen oder mit Ludwig van Beethoven auf einem interaktiven Klavier spielen.